Schritt 1 – Prüfe zuerst, ob du wirklich einen neuen Akku brauchst

Viele suchen direkt nach einem neuen Akku. Aber in der Praxis stellt sich oft heraus, dass:

  • Nur die Sicherung defekt ist

  • Nur die Elektronik (BMS/Platine) defekt ist

  • Die Kapazität nachgelassen hat (Revision möglich)

Deshalb empfehlen wir bei KWS Seuren immer:

Lass zuerst prüfen, ob ein Austausch wirklich nötig ist.

Schritt 2 – Lies das Etikett deines Akkus

Auf jedem Akku klebt ein Etikett mit wichtigen Informationen.

Dort findest du meistens:

  • Markenname (z. B. BionX, Yamaha, QWIC, Cleantron, Flyer)

  • Spannung (z. B. 36V)

  • Kapazität (Ah)

  • Energie (Wh)

  • Manchmal eine Modellnummer oder Artikelcode

Beispiele, was auf dem Etikett stehen kann:

  • 36V / 10Ah / 360Wh

  • Cleantron 36V 387Wh

Notiere dir diese Angaben. Sie sind der Ausgangspunkt für die Suche.

Schritt 3 – Spannung ist wichtig, aber nicht ausreichend

Viele denken:

„Mein Akku hat 36V, also passt jeder 36V-Akku."

Das stimmt nicht.

Obwohl viele E-Bikes ein 36V-System haben, können sich Akkus unterscheiden in:

  • Elektronik (BMS)

  • Stecker/Pin-Konfiguration

  • Software-Kommunikation

  • Gehäuse und Befestigung

Selbst zwei Akkus mit 36V und 500Wh können untereinander nicht austauschbar sein.

Schritt 4 – Achte auf das System, nicht nur auf die Fahrradmarke

Ein häufiger Fehler:

„Ich habe ein Gazelle, also brauche ich einen Gazelle-Akku."

Aber innerhalb einer Marke können mehrere Systeme existieren.

Zum Beispiel bei Gazelle:

  • Innergy

  • Shimano Steps

  • Panasonic

  • Bosch

  • Yamaha

Drei Gazelle-Räder mit Gepäckträger-Akku können komplett verschiedene Akkus brauchen.

Deshalb ist es wichtig zu schauen:

  • Was steht auf dem Etikett?

  • Welches System zeigt das Display?

  • Wie sieht der Anschluss aus?

Schritt 5 – Suche im Webshop nach Marke und vergleiche den Akku

So findest du meistens den richtigen Akku in unserem Webshop: Suche zuerst nach der Marke (zum Beispiel Gazelle, Sparta, QWIC, Flyer, Yamaha). Die Marke steht oft auf dem Akkuetikett, aber meistens auch auf dem Rad oder dem Display. Gehe auf die Markenseite unter E-Bike-Akku, wähle deine Marke und schaue dir die Akkus an.

Wähle dann den Akku, der deinem am ähnlichsten sieht (Form, Gepäckträger oder Rahmen, Griff/Schloss). Auf der Produktseite findest du weitere Angaben wie Spannung (V), Kapazität (Ah/Wh), Befestigungstyp und Anschluss (z. B. 5-polig), um zu prüfen, ob es passt.

Ich sehe „Cleantron" (36V / 387Wh)

Dieser Akku wird oft für Van Raam-Räder verwendet. In diesem Fall kannst du nach einer Kombination aus Fahrradmarke suchen und schauen, ob es Übereinstimmungen auf der Produktseite gibt.

Ich sehe 36V und Flyer

Außerdem siehst du 750Wh, was auf eine beachtliche Kapazität hinweist. Suche nach Flyer und schaue, ob du den richtigen 36V-Akku findest. Achte darauf, ob eine Lampe dran ist, wie der Ladeanschluss aussieht und welche Form der Akku hat.

Ich sehe nur die Marke BionX

Da wenig weitere Informationen auf dem Akku stehen, schaue zuerst, welchen Fahrradtyp du hast. Achte auf den Ladeanschluss und die Verbindung zum Rad. Außerdem kannst du prüfen, ob die Kontrollleuchte mit der Abbildung auf der Website übereinstimmt.

Ich sehe die Marke und verschiedene Typennummern

Auf diesem Akku steht die Marke deutlich drauf: ein Yamaha mit Typennummer PASB2, aber auch B94.

Ich sehe eine Marke und auch eine Art.-Nr.

In diesem Fall kannst du nach der Akkumarke QWIC mit der Artikelnummer BA00040 suchen. Die Seriennummer ist oft eine einzigartige Nummer, die nicht auf jedem Akku zu finden ist.

Ich kann keine Marke auf dem Akku finden

In diesem Fall steht die Marke nicht auf dem Akku. Suche nach der Fahrradmarke oder schaue auf das Ladegerät. Auf der Oberseite des Akkus steht Giant. Du kannst erkennen, dass es ein 36V-Akku ist. Achte auf weitere Übereinstimmungen wie Anschluss, Ladebuchse, Form und Farbe.

Warum ein Gazelle nicht immer denselben Akku hat

Ein häufiger Irrtum ist, dass die Fahrradmarke automatisch bestimmt, welchen Akku du brauchst.

Nehmen wir zum Beispiel Gazelle.

Innerhalb von Gazelle wurden im Laufe der Jahre verschiedene Antriebssysteme verwendet:

  • Innergy (Gazelle-eigenes System)

  • Shimano Steps

  • Panasonic

  • Bosch (bei neueren Modellen)

  • Yamaha (bei manchen Ausführungen)

Das bedeutet:

Zwei Gazelle-Räder können komplett verschiedene Akkus haben, auch wenn beide einen Gepäckträger-Akku haben.